FAQ

In unserer "Frequently Asked Questions" Seite beantworten wir viele interessante und oft gestellt Fragen unserer Kunden:


Frage: Wie dick ist eigentlich Blattgold?

Die Blattstärke von Blattgold beträgt zwischen 1/7000 und 1/8000 Millimeter. Das ist der siebente Teil eines Mikrons oder 0,000142857 Millimeter oder 0,14 my.
(Der Durchmesser eines Haares beträgt ca. 70 my und ist somit 500 mal so dick.)


Frage: Wie viel kann man mit einem 1 kg Gold vergolden?

Aus einem Kilogramm Feingold kann man ca. 70000 Blatt 23 karätiges Dukaten-Doppelgold 80 x 80 mm herstellen. Dies entspricht einer Fläche von 448 m2.


Frage: Muss ich eine Vergoldung mit einem Schutzlack überziehen?

Im Prinzip - nein. Man erhält den schönsten Glanz, wenn kein Schutzlack verwendet wird. Dieser ist weder im Außenbereich noch im Innenbereich notwendig, so lange der vergoldete Gegenstand vorrangig der Verzierung dient und keinen mechanischen Einflüssen unterliegt. Auch dürfen blattvergoldete Bilderrahmen KEINESFALLS mit einem feuchten Tuch abgewischt, sondern nur trocken abgestaubt werden.


Frage: Wie kann ich eine Vergoldung dennoch schützen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Vergoldung mit einem Schutzlack zu versehen.

  • Die klassische Methode für den Innenraum ist Schellack.

  • Wurde mit Mixtion angelegt, darf auf keinen Fall Zaponlack verwendet werden.

  • Für den Innen- und Außenbereich ist Klarlackspray und Klarlack BL78 gut geeignet.


Frage: Kann man Schlagmetall oder Silber auch für Außen verwenden?

NEIN. Weder Silber noch Schlagmetall ist für eine Verwendung im Freien geeignet. Die Oxydation von Blattsilber oder Schlagmetall ist praktisch durch nichts zu verhindern. Daraus resultiert eine extrem kurze Haltbarkeit.

Als Alternative zu Blattsilber kann man allerdings Schlagaluminium bzw. Aluminiumpulver verwenden. Diese Produkte sind farblich für den Laien von Blattsilber nicht zu unterscheiden und können nicht oxydieren.


Frage: Gibt es zur Vergoldung mit Blattgold eine "streichbare" Alternative?

Nicht wirklich. Am ehesten ein mit Pudergold hergestellter Goldlack, der aber preislich fast teurer als eine vergleichbare Vergoldung mit Blattgold ist.

Die nächst bessere Variante ist die Verwendung von Malergold; ein vergoldetes Metallpulver. Allerdings ist auch diese Möglichkeit ziemlich kostspielig.

Günstiger ist nur die Verwendung von Bronzepulver oder Iriodin, ein Perlglanzpigmentpulver. Bronzepulver, bzw. Bronzelack hat den Nachteil an der Oberfläche zu oxydieren und verfärbt sich daher mit der Zeit schwarz. Iriodin kann nicht oxydieren, allerdings kommen beide Varianten lange nicht an die Farbe und den Glanz einer echten Vergoldung heran.

Sämtliche Pulver können in Schellack, Mixtion oder Klarlack eingerührt werden.


Frage: Warum wird die Feinheit von Blattgold in Karat angegeben?

Diese Karatangabe ist auf ein altes Gewichtsmaß zurückzuführen und beziffert den Reinheitsgrad der Goldlegierung.
Im Mittelalter wurde Gold und Silber mit dem Maß "Kölnische Mark" mit einem Grammgewicht von 233,79 gewogen. Als Karat wurde der 24. Teil dieses Gewichtes bezeichnet, welches 9,74 Gramm entspricht.
Heute bezeichnet 24 Karat das reine Feingold (999,9%).


Frage: Bei welcher Temperatur schmilzt Feingold?

Der Schmelzpunkt von Feingold liegt bei 1063°.
Die Dichte von Feingold beträgt 19,3.


Frage: Wie muss ich den Untergrund für eine Vergoldung vorbereiten?

Grundsätzlich gilt dafür das gleiche wie für eine Lackierung. Das heißt das jede mögliche Veränderung des Untergrundes unterbunden werden muss. 
Z.B. Kupfer gegen Grünspan schützen, Metall mit Rostschutz und Grundierung vorbehandeln. Da eine möglichst glatte Oberfläche auch zu besonders schönen, glänzenden Vergoldungen führt, sollte idealerweise noch eine glatte, glänzende Lackschicht aufgebracht werden. 


Frage: Aus was besteht Schlagmetall?

86% Kupfer und 14% Zink. Schlagmetall ist für einen Laien ohne Vergleichmöglichkeit nicht von Blattgold zu unterscheiden. So ist z.B. der Musikvereinssaal, welcher auch "goldener Saal" genannt wird fast ausschließlich mit Schlagmetall metallisiert worden.


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